Kampfkunst hält einen jung!Von: Ong-Tai Heinrich Pfaff19.11.2013

Warum beschäftige ich mich seit nunmehr 25 Jahren mit dem Thema Kampf, Kunst und Selbstverteidigung?

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Gerd Knoll und Frank Schneider beim Holzpuppentraining

Gerd beim Selbstverteidigungstraining

Wing Tai Waffentraining

Frank Schneider und Gerd Knoll - zwei langjährige, sympatische Trainingsfreunde

Gibt es da eine Erklärung? Etwas das mich antreibt oder was ist es?

Vor 25 Jahren hat mich ein guter Bekannter mit dem Wing Chun in Verbindung gebracht. Damals etwas absolut neues und Geheimnisvolles. Ein Geheimstil aus einem Land das "Mann" nur aus Büchern kannte. Kampfkunstlehrfilme gab es  nicht wirklich. 
Internet, unbekannt.

Zu allem Übel war in meiner damaligen beruflichen Situation auch noch eine körperliche Bedrohung vorhanden. 

Das war der Beginn mich mit dem Thema Kampfkunst und Selbstverteidigung auseinanderzusetzen. Mein damaliger Lehrer hatte eine sehr geradlinige Art uns etwas beizubringen. Blaue Flecken waren vorprogrammiert und die Psyche wurde gestärkt aber auch bei manchem geschwächt. Mir Selbst fehlte aber Irgendetwas. Nur was war es denn?

Auf einem Lehrgang lernte ich meinen  jetzigen Lehrer und Mentor, Heinrich Pfaff, kennen und sah in Ihm was es war. Es war der Kampf, die Kunst und Philosophie, die ich vermisste und die er ausstrahlte. Ich wusste sofort hier bin ich richtig.
Durch den Zusammenhang dieser drei in sich zusammenhängenden Komponenten, lernte ich zu verstehen, worin sich Kampfkunst von anderem unterscheidet. Durch dieses Bewusstsein musste ich es auch nie wirklich anwenden.
Ich hatte nie den Ehrgeiz Kampfkunst zu unterrichten sondern habe sie als Bereicherung meines Lebens angesehen. 

25 Jahre dabei sein, ist da nicht mal Schluss? Nein, ist meine ganz klare Antwort dazu. Es ist wirklich unglaublich was es auch nach dieser langen Zeit immer wieder zu erfahren und zu entdecken gibt. 

Wenn ich mir nur z.B. das Programm des Wing Tai Protection so ansehe, welches den Anschein hat, dass es da gerade wie aus dem Nichts erwächst. Ein unglaublich dichtes und logisches Konzept, dass aus meiner Sicht alles vereint und auf den Punkt bringt, wofür ich überhaupt mal angefangen habe mich mit Selbstverteidigung auseinanderzusetzen. 

Genauso ein Programm hätte ich mir früher für Selbstverteidigung gewünscht, denn viele Kampfkünste schreiben es einem vor was es zu Lernen gilt ohne wirklich auf die Bedürfnisse des Einzelnen einzugehen. Durch die Jahre der Kampfkunsterfahrung weiß ich doch gerade dieses Programm des Wing Tai zu schätzen und sehe es nicht als selbstverständlich an. Deswegen und weil das Wing Tai Protection Programm sich in seiner Flexiblität der Zeit anpasst, freu ich mich umso mehr es heute lernen zu dürfen. 

Ich möchte aus meiner jetzigen Erfahrung heraus jedem jüngeren Schüler/-in raten, macht Euch auf den Weg und lasst alles auf Euch zukommen was da noch so kommt. Alles braucht seine Zeit und wie es mein Trainingspartner Frank immer so auf den Punkt bringt: 

Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden.

In diesem Sinne


Gerd Knoll         
November 2013